Der Vinschgau in Südtirol: Wissenswertes von A bis Z

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Der Vinschgau in Südtirol ist zweifelsohne eines der vielfältigsten Täler Südtirols. Mit seinen bewaldeten Bergflanken und seinen Seen ist das Tal beliebtes Ziel von Wanderern und Wassersportlern; unberührte und urige Seitentäler begeistern Puristen auf der Suche nach Natur und Ruhe. Das trockene, sonnige Wetter und die modernen Hotels im Vinschgau tragen Ihr Übriges dazu bei, dass das Tal beliebtes Ziel von Aktiv- und Genussurlaubern aus ganz Europa ist.

Aussicht: Der Vinschgau und seine Berge

Im Rücken der Dörfer Mals, Naturns, Tscharsch und Kastelbell erheben sich die mächtigen Ausläufer der Ötztaler Alpen. Östlich des bei Naturns abzweigenden Schnalstales werden dieses Ausläufer Texelgruppe genannt – sie reicht bis ins Passeiertal. Im Westen hat der Vinschgau Anteil an der Sesvennagruppe, im Südwesten an der Ortlergruppe. Wo der Vinschgau in Südtirol beginnt oder aufhört, wird von den Südtirolern selbst stets mit einem Augenzwinkern diskutiert: Sind Partschins oder Naturns schon Teil des Vinschgaus? Oder gehören diese Orte schon zum Burggrafenamt? Geografisch gilt die Töll, eine Steilstufe des Etschtals, als natürliche Grenze zwischen dem Vinschgau und dem Meraner Land.

Bildungsreise: Kultur im Vinschgau in Südtirol

Der Vinschgau in Südtirol war bereits während der Römerzeit eine wichtige Verbindungsroute zwischen Nord und Süd – und so reisen Besucher noch heute entlang der Via Claudia Augusta und können unterwegs romanische Kirchen, Fresken und Skulpturen bewundern. Kulturinteressierte besuchen die vielen Klöster, etwa das 900 Jahre alte, imposante und strahlend weiße Kloster Marienberg hoch über Burgeis. Die höchstgelegene Benediktinerabtei Europas ist durch eine gut ausgebaute Bergstraße erschlossen. Besonders sehenswert ist die Krypta mit ihren romanischen Fresken, die zwischen 1175 und 1180 entstanden sind. Das Museum im Kloster ist vom 15. März bis zum 31. Oktober von Montag bis Samstag jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet; an allen Sonntagen und kirchlichen Feiertagen ist das Museum geschlossen.

Glurns – das Rothenburg Südtirols

Immer einen Besuch wert ist das kleine Städtchen Glurns, die einzige Stadt im Vinschgau. Das Besondere an der knapp 900 Einwohner „kleinen“ Stadt?  Zum einen ihre noch komplett erhaltenen Stadtmauern samt Toren und Türmen, zum anderen die ebenso schöne und umfassend sanierte Laubengasse. Glurns ist Teil der Vereinigung „I borghi più belli d’Italia“ (Die schönsten kleinen Ortschaften Italiens) und wird gern mit Rothenburg ob der Tauber verglichen, einem ebenso gut erhaltenen Mittelalterstädtchen in Bayern.

Genuss im Vinschgau

Der Vinschgau in Südtirol erscheint auf den ersten Blick etwas karg; doch weit gefehlt: Zwischen Reschenpass und Partschins kann man – was Essen und Trinken betrifft – aus dem Vollen schöpfen. Viele lokale Produkte, vor allem Obst, Gemüse und Weizen, werden zu schmackhaften Spezialitäten verarbeitet.  Eine kleine Übersicht zu den wichtigsten Produkten und Köstlichkeiten des Vinschgaus:

  • Vinschger Marillen schmecken besonders süß. Dafür zeichnet das trockene Vinschger Wetter mit seinen hohen Temperaturschwankungen verantwortlich; außen knackig und innen aromatisch und zart, sollten die Marillen direkt vor Ort erworben werden – dann schmecken sie am besten. Alljährlich wird die süße Frucht beim „Marmor & Marillen“-Fest in Laas gefeiert.
  • Marteller Erdbeeren sind in ganz Südtirol äußerst begehrt. Das Martelltal ist ein hochalpines, abgeschiedenes Seitental des Vinschgaus. Das Mikroklima lässt Beerenobst – allen voran die süßen Erdbeeren – besonders gut gedeihen.
  • Vinschger Paarlbrot ist Teil jeder Südtiroler Marende. Das aus Sauerteig hergestellte Roggenbrot wird mit Kümmel, Brotklee und Fenchel veredelt und so bekömmlich gemacht. Zusammen mit Speck und würzigem Almkäse ein wahrer Genuss!
  • Vinschgauer Alpkäse ist eine würzige Delikatesse, hergestellt aus der Milch glücklicher Kühe, Ziegen und Schafe. Viele Almen im Vinschgau werden noch heute mit viel Einsatz bewirtschaftet; der Senn oder die Sennerin sind für die Käseherstellung verantwortlich. Den „neuen“ Almkäse gibt’s jeweils im Herbst zu kaufen.

Hotels im Vinschgau

Wer im Vinschgau Urlaub macht, hat die Qual der Wahl: Ferien auf dem Bauernhof, Urlaub in einer Ferienwohnung oder in einem der Hotels im Vinschgau? Die familiengeführten DolceVita Hotels in Naturns,  Latsch und Völlan – darunter natürlich auch unser Familienhotel Feldhof – vereinen Südtiroler Gastfreundschaft mit moderner Architektur, ausgezeichneter Küche und großzügigen Wellnessbereichen. Einige der Hotels im Vinschgau haben sich auf bestimmte Gästegruppen spezialisiert. So ist unser DolceVita Hotel Feldhof besonders auf die Bedürfnisse von Familien eingestellt – etwa durch bestens ausgestattete Familiensuiten, einem eigenen Spa-Bereich für Familien und einem spannenden Kinderbetreuungsprogramm.

Wetter im Vinschgau

Niederschlagsarmut und hohe Sonnenscheindauer prägen das Wetter im Vinschgau. Ähnlich wie auf Sizilien, fallen hier pro Jahr nur zwischen 400 und 500 ml Regen. Durch die Berge werden sowohl die Wettereinflüsse aus dem Nordwesten bzw. vom Atlantik her abgemildert, als auch jene aus dem Süden. Das Wetter im Vinschgau wird des Öfteren durch die stärkeren Fallwinde bestimmt – im Volksmund als „Vinschger Wind“ bezeichnet. Während es im Untervinschgau während der Sommermonate ähnlich warm ist wie im Meraner Land und die Temperaturen oft die 30-Grad-Marke sprengen, ist es im Obervinschgau, etwa am Reschensee, meist einige Grad kühler.

Zug – „Vinschger Bahn“

Die „Vinschger Bahn“ verbindet seit dem Jahr 2005 das Dorf Mals mit der Kurstadt Meran und ist ein wunderbar bequemes Fortbewegungsmittel. Durch die großen Panoramafenster lässt sich die Landschaft bestaunen und Aktivsportler dürfen ihr Rad mitnehmen. Derzeit laufen die Arbeiten zur Elektrifizierung der gesamten Bahn.

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